du+musik #183

Das hier wird persönlich. Ein Liebesgeständnis von Basti Schwierz.

Etwas mehr als eine Woche ist es jetzt her, das „Klassentreffen“ von DASDING. Meine Mundwinkel zeigen seitdem nach oben…immer noch. Das hat schon auf der Fahrt von Mannheim nach Baden-Baden angefangen. Debiles Grinsen, verklärter Blick… der Film der Retrospektive ist da schon angelaufen. Zum Glück gab es keine allgemeine Verkehrskontrolle, die Beamten hätten mir die Karre auseinandergenommen. Dringender Konsumverdacht und so. Und dann erklär das mal nur mit Vorfreude… is klar.

Meine Zeit „im Funk“ ging von Juli 2001 bis März 2010. Mal mit mehr, mal mit weniger flächendeckender Präsenz in der Fremersbergstraße. Der 17. Mai 1997 war der Tag, als DASDING on Air gegangen ist. UKW-Start dann im Jahr 2000. Und bei DASDING:reunited, so der halboffizielle Titel des Wiedersehens, hat es ungefähr 5 Minu… Sekunden gebraucht, da war es wie immer, wenn man die Dinger trifft. Alle hinreißend und besonders – was auch sonst. Das hat man allein an der Anwesenheitsliste gemerkt, die unfassbar lang war. Und das wirklich Herausragende an der ganzen Sache: Das fühlen und leben merklich alle, die da sind – auch nach so langer Zeit. Ich treffe die (Wahl- und Ursprungs-) Berliner Tom, Max und Andi, dazu Kotta aus Köln und meine herzallerliebste Christiane. Mit ihr hab ich noch am regelmässigsten Kontakt, bei Kotta war das letzte Mal auf ner Party in Mainz bei Christiane, die Berliner Fraktion habe ich weit über zehn Jahre nicht mehr gesehen. Aber das ist aber beim ersten Biss in den Döner (wir haben uns da in alter Tradition getroffen) schon auch nicht mehr relevant, weil es gleich „wie immer“ ist. Das alles noch, bevor es zum eigentlichen Event geht. Der erste Endorphinschub beim Wiedersehen im Dönerladen wird noch mal richtig befeuert, als wir in die Trinkhalle einfallen. Das ist so unwirklich… schön. Es eskaliert in einem wilden Gruppenumarmen und einem Standard-Puls von 160 für die kommenden Stunden, einfach nur aus Glück und Freude heraus. Immer mehr kommen dazu.

Gleich vorneweg: Ich werde hier vermutlich nicht alle und alles aufzählen können, mit wem ich was erlebt habe. Sonst müssen wir andere Sachen aus dem Internet löschen, damit alles reinpasst. Ich nehme die für mich prägendsten Persönlichkeiten dort heraus, die mich bis heute begleiten oder mir Dinge mit auf meinen Weg gegeben haben. Erlebnisse und Freundschaften, die mich heute noch ausmachen oder mich weitergebracht haben. Beruflich und in Sachen persönlicher Werte. Alle anderen gehören zu diesem Gebilde auch ohne explizite Erwähnung dazu… sonst wären die Dinger und der damit unweigerlich verbundene Mikrokosmos ja auch nicht komplett – also: Ihr seid alle gemeint und in meinem Herzen, versprochen. Here we go:

Selbst die nicht anwesend sein können, wie zum Beispiel mein erster CvD (Chef vom Dienst), Steffen „Airman“ Wurzel, sind irgendwie dabei. Ich höre den Namen sehr oft an diesem Abend. Er sitzt für die ARD in Shanghai und macht – was auch sonst – nen Mörderjob da. Man kann es nicht besser als Frischling erwischen, als von diesem Souverän (immer) und herzensguten Menschen in die hohen Weihen der „DASDING-Drehs“ eingeführt zu werden. Ich habe das Thema nicht mehr eindeutig auf der Rechnung, aber er hat meinen ersten Beitrag mit minimalsten Korrekturen gleich mit „sendefertig“ abgehakt. Das war gefühlt wie aus der Kreisklasse kommen und Championsleague spielen dürfen, wenn man nur mit einer Trainingseinheit gerechnet hat. Hochgradige Dankbarkeit – das damalige Feuer fürs Radio und die Geschichten rund um Menschen und Musik, wurden dadurch zur ewigen Flamme. Kein Scheiß. Motivation fürs Leben.

Matthias. Der nächste für mich sehr präsente CvD. Viel zu früh gegangen. Das bleibt nicht aus, dass man geschätzte Kollegen verliert. In den höchsten Tönen von ihm reden würde nicht im Ansatz dem gerecht werden, was auch er in meiner Entwicklung ermöglicht hat. Ich erinnere mich an eine gemeinsame Produktion auf dem Southside Festival in Neuhausen ob Eck. Wir haben richtig durchgerockt – der tollste Moment dort war ein für ein Festival im Verhältnis recht stiller Augenblick. Ich war gerade fertig mit meiner Reporterschicht und wollte unbedingt Kettcar sehen. Also los und einfach mittenrein, in die Menge und den Gig von Marcus, Reimer und Co. Plötzlich stand ich ganz unvermittelt neben Matthias und wir hatten uns zu „Balu, der Bär“ im Arm. Ohne viel Worte und wohlwissend, wie gut das einfach alles dort war. Im Nachhinein noch mit viel mehr Tragweite – aber das war mir damals nicht so bewusst.

Laura, meine erste Moderatorin als Showproducer. Frech, aber immer charmant. Zielstrebig, aber dabei immer locker im Umgang. Auch da mit Rat und Tat für mich da. Sie hat richtig Feuer – das Blitzen in den Augen hat sie da immer verraten, wenn sie ne gute Idee hatte. Und es hat oft gefunkelt. So hart wie sie gearbeitet hat, konnte sie auch feiern. Ich erinnere mich an die ein oder andere Fete, bei der sie zu den letzten gehört hat. Unbändige Energie, die für mich damals definitiv ansteckend gewirkt hat.

Stephan. Eigentlich Onliner bei SWR3, aber eben auch der Plattenleger-Chef. Erst noch mit epischen Trance-Sets, später dann immer mehr Richtung Techno. Ihm hab ich es unter anderem zu verdanken, das ich mit Martin Eyerer und DJ Sammy Wodka-Zitrone-Shots getrunken habe. Oder bei BBC-Radio1-Urgestein Judge Jules und einem der großen UK-DJs Warm-Up gespielt habe. Mal abgesehen davon, dass er einfach n ultrageiler Knaller ist und trotz echt erfolgreicher DJ- und vor allem Live-Act-Karriere immer am Boden geblieben ist. Durch und durch ein Spitzentyp.

Sandy. Einst der jüngste Radiomoderator Deutschlands. Hip-Hop-Head. Der Herr der Sprechstunde. Er hatte sie alle: Ob Sido oder Sean Paul. Also schon auch harter Verdacht auf Legendenstatus, wenn man bedenkt, dass er die Show immer noch moderiert. Da waren auch etliche lustige Parties, die wir zusammen bestritten haben – auch Aftershow-Parties. Wir kümmern uns dabei im Sinne aller Beteiligten nicht um die Details. Heute macht der Jung halt nebenbei noch den weltbesten Gin. Immer ein Macher gewesen, das merkt man.

Max. Der Fernseh- und Radio-Fuzzi. Herrlich verpeilt manchmal – wie ein Bruder, den ich nie hatte. Der hat mich (ähnliche Veranlagung) immer verstanden. Und was ein kreativer Kopf. War sich für nix zu schade – ob als Prügelknabe oder als Frau verkleidet in etlichen TV-Produktionen. Alles fürs Team. In seiner Zeit, in der er nicht permanent anwesend war, konnte er mein Zimmer in der legendären Fitti-WG nutzen – oder unsere Couch. Das hat er mir nie vergessen. Als ich dann nicht mehr in Vollzeit in Baden-Baden war, konnte ich bei ihm (uns seiner Freundin – jetzt Frau – Anja), Rainer, Steffen und Marc immer wieder in der DASDING.tv-WG unterkommen. Dort hat sich übrigens meine Liebe für „Kochen in Gesellschaft“ erst richtig entwickelt. Anstelle eines „Pensions-Groschens“, den wollten sie nämlich nicht von mir. In den Wochen, in denen ich da war, habe ich dann für die ganze Bande gekocht. Und das wurde immer erfragt und eingeplant – der Ärger war groß, wenn man nicht anwesend sein konnte.

Jetzt aber mal zu denen, die da waren:

Max. Der Onliner. Max, den nichts aus der Ruhe bringt. Gelassen, kreativ und hat immer ganz feinen Grafik-Shizzle rausgepresst. Einfach so. Dazu noch die Liebe zu Vinyl und Housemusic. Hammergut. Ich erinnere mich, dass wir öfter gemeinsam aufgelegt haben. Einmal in meiner jetzigen Heimat Mannheim als Warm-Up. Die Leute kamen zu uns, als der Hauptact gespielt hat und wollten uns wieder hören. Und ein anderes Mal haben wir an der Hochschule in Pforzheim bei einer Party den Chillout-Floor bespielt. Das Konzept hat sich mir nicht ganz erschlossen – es lief „From dusk till dawn“ in Dauerschleife, dazu sollte es ruhige Musik von uns geben. Fand niemand richtig gut, inklusive uns. Da haben wir einfach House gespielt und es wurde ziemlich geil auf dem Floor.

Tom und Andi. Hier schreibe ich bewusst über beide an gleicher Stelle. Die zwei Jungs sind unzertrennlich und das war auch in unserer gemeinsamen DASDING-Zeit so. Andi als Morningshow-Mann, Tom häufig als CvD. Legendäre Programmaktionen, aber auch abseits der Arbeitszeit immer für Highlights gut. In ihrer gemeinsamen Butze ein wenig oberhalb der Fitti-WG und neben (oder über?) einem horizontalen Gewerbe fand auch das monumentale Internet-Explorer-Treffen statt. Das war schlichtweg eine WG-Party, zu der einfach alle und jeder kommen sollte. Der gemeinsame Nenner war eben der damals noch weit verbreitete Browser und weil den faktisch jeder nutzte, war der Titel naheliegend. Es gab White Russian aus dem größten Küchenmessbecher und noch etliche wilde Geschichten drumherum. Herausragend auch der Roadtrip von Baden-Baden in die Hauptstadt ins Jugendfunkhaus Berlin. Dort haben Tom und Andi G3dasradio mitgestaltet – ich durfte musikalisch eingreifen als DJ. Ein unfassbar witziges Wochenende. Es war zwar völlig wahnsinnig mit Anlage, drei Mann hoch und somit ziemlich voller Karre da hochzubügeln, aber ich möchte es nicht missen.

Nils. Der Prototyp des Reporters. Egal wo der Kerl sein Mikrofon unter die Nasen der beteiligten Personen gesteckt hat, seine Geschichten sind Kunstwerke. Ich bin im Präsens, weil sich das bis heute nicht verändert hat. Nils ist eine Erscheinung, die man nicht vergisst. Nicht nur, weil er einfach unfassbar groß ist (körperlich) oder auch mal bei einem über den Tag ordentlich gepflegten Hunger biblischen Ausmaßes im Sternen in Sinzheim zwei Hauptgerichte verdrückt hat („Könnte ich noch etwas mehr Brot haben? Das war vorzüglich!“). Nils hat Präsenz. Und ist Perfektionist. „Ich mach das nur noch schnell fertig!“ ging den Hauptgerichten im Sternen des Öfteren voraus… wir hatten schon längstens aufgegessen, da flog die Tür auf und Nils rein. Das Ende kennen wir bereits… Nils Gabe, Menschen zuzuhören und ihnen aus dem Stand das Gefühl zu vermitteln, sich öffnen zu können, ist bewundernswert. Deswegen die guten Stories, deswegen der hohe Unterhaltungsfaktor… ohne dabei jemals aufegsetzt oder künstlich zu werden.

Robsi. Der Mann mit dem größten Vesper ever. Der Mann, der einen Sixpack hatte, weil er immer und ständig gelacht hat. Unsereins quält sich mit beiden Themen. Sport machen zu müssen und aufs Essen verzichten, um das zu erreichen, was Robsi nebenbei erledigt hat. Einfach weil er ein grundsätzlich positiver Mensch war. Ähnlich wie Nils und sein Kollege Felix aus der Musikredaktion auch an den 100% interessiert. Frenetisch wurde jede gute Blende zwischen zwei Titeln gefeiert, das Gesamkonstrukt war zu keinem Zeitpunkt sicher vor dem weiteren Basteln in Richtung Perfektion. Immer konstruktiv, sich für keine Arbeit oder keinen Gag zu schade. Und persönlich war es für mich schon der Ritterschlag, wenn dir ein Musikredakteur das Vertrauen schenkt, auf seiner Geburtstagsparty aufzulegen.

Fred. Hans Dampf in allen Gassen. Goldklöte. Morningshow-Guru und Antreiber ganz weit oben. Manche Dinge, die wir tatsächlich umsetzen durften mit ihm, kann ich bis heute nicht nachvollziehen. Präziser gesagt den Umstand, wie er sie durchgeboxt hat – dass das wirklich passiert ist im Radio. Ich hätte viel Geld verloren, hätte ich dort Wetten platziert. Fred hat das immer irgendwie geschafft. Dazu ein Feierbiest und obendrauf einfach ein cooler Hund. Mit dem fährt man halt auch mal an einem Donnerstag Abend nach dem Tag im Büro an den Meliskopf zum Flutlichtboarden.

Conny. Cönny eigentlich mehr. Musikalisch gesehen führen wir eine Dreier-Beziehung mit Housemusic. Sie war die charmante Stimme (der Rest von Cönny steht dem in nichts nach) der DASDING Housesession. Mit ihr habe ich bei Rave on Snow bei Phats&Small gefeiert. Und das Licht gemacht. Und poppende Pärchen hinter der PA beobachtet. Wir waren zusammen auf dem Southside Festival. Mein erstes Southside – und dort habe ich tonnenweise lustige Geschichten erlebt. Eine davon hat mich Conny in meinem Bett finden lassen, mitten im tiefen und wohlverdienten Schlaf nach einem harten Festivaltag. Die Geschichte in Kurzform: Wir waren in Neuhausen in einer Pension untergebracht – wie früher im Schullandheim schön brav nach Mädels und Jungs aufgeteilt. Der Arbeitstag war lang und erfolgreich – nach getaner Schicht konnte man entweder per Fleet-Transfer direkt ins Bett, oder eben noch auf dem Gelände bleiben. Mein Zimmer war noch fast komplett unterwegs, Stimmung aufsaugen. Conny wollte nach Hause… was man von ihrem Zimmer allerdings nicht behaupten konnte. Fakt war einfach: In dem allgemeinen Hin- und her und bei etlichen DINGern unterwegs war der Rückzug nicht ganz geordnet. Conny stand vor verschlossener Zimmertür. Ohne Schlüssel, aber mit einem offenen Nachbarzimmer, weil in der ersten Fuhre einer meiner Zimmergenossen dabei war. Da mein Bett das nächste zur Tür hin war, hat sich Conny „nur kurz“ reingelegt… ich hab jedenfalls nicht schlecht gestaunt. Es hat mir große Dankbarkeit eingebracht, weil ich mich nicht überwinden konnte, sie bei meiner Ankunft zu wecken… und eine Nacht auf dem Boden vor meinem Bett. Sind wir ehrlich, hätte nach einem Festivalbesuch auch andere Gründe haben können. 

Kristina – gute Seele des Hauses, Vorzimmer-Sonnenschein. Lange dabei – und das immer noch. Durch nichts aus der Ruhe zu bringen, egal wie spontan und aufwändig der Überfall von uns Redaktions-Fusselbirnen war. Ich habe sie nie richtig grantig oder sauer erlebt. Und selbst jetzt noch, nach so langer Zeit hat sich das nicht verändert. Man kann sie einfach nur mögen. Allergrößte Verneigung vor dieser Frau und diesen unglaublichen zwischenmenschlichen und vor allem gelebten Werten. Bedingungslos. Dazu Miri und Alex als Kolleginnen. Für beide gilt: Strg-C, Strg-V.

Dani. Dante. Muddi. Ein Herz von einer Kollegin. Workshop-Göttin. Dinge in die richtigen Bahnen zu lenken, Umstände kritisch zu hinterfragen ohne Menschen vor den Kopf zu stoßen und damit die Sache um so vieles weiter zu bringen als am Anfang – ich habe allergrößte Hochachtung vor ihr. Immer konsequent, immer mit klarer Linie und trotzdem so herzallerliebst dabei. Als Mensch mit Pädagogen in der Familie weiß ich aus Erzählungen, was es heißt eine Schulklasse zu bändigen. Und hier sprechen wir von teils jahrelangen Verbindungen, die entstehen und wachsen können. Dani hat das bei den KlasseDING-Workshops innerhalb von 2-3 Tagen einfach passieren lassen. Reinmarschieren, aufbauen, loslegen. Und alle so: Klar, kein Thema, liebe Dani! Dabei sind Sendungen entstanden mit Nicht-Profis. Und darüber hinaus wurden quasi im Vorbeigehen auch Werte vermittelt. Nicht falsch verstehen, das ist kein Kompetenzzweifel am Schulsystem oder am „Raubtierbändiger in der Klasse“ selbst – aber ich habe Lehrer erlebt, die offensichtlich nicht ganz glauben konnten, was „da gerade passiert“. Impulsgeberin trifft es glaube ich ganz gut. Auch der Afterwork-Teil hat mit ihr immer glänzend funktioniert.

Christiane. Frau Falk. Die Frau Falk. Mich würde es nicht wundern, wenn sie einen Doppelnamen hätte: Falk-Laufenberg. Abseits der Tatsache, dass das schon rein alterstechnisch nicht unbedingt hätte passieren können und dass das auf eine mir nicht erklärbare Art und Weise erschreckend cool klingt… geht es mir mehr um die eigentlich Idee dahinter. Kurz zur Erhellung aller nicht Radiofuzzis: Laufenberg kommt von Frank Laufenberg. Eine Institution in Sachen Musikwissen in der Branche. Er ist Mr. Popshop. Vorbild und Prägestempel für so viele von uns. Christiane sehe ich da in ganz ähnlichem Fahrwasser. Mit ganz eigenem Weg und Ansätzen – was nämlich beide verbindet: Die Leidenschaft zur Musik. Christiane brennt für Rock, Indie und Alternative-Sound. Sie steht für verzerrte Gitarren und die Geschichten um die Protagonisten wie sonst mit Abstand niemand bei DASDING. Später natürlich auch noch weiterführend bei anderen Sendern. Sie war Gründungsmitglied. Ein DING der ersten Stunde, in vielen Fällen länger dabei, als viele Kolleginnen und Kollegen danach. Auch hier mit einer ganz eindeutigen Linie. Die persönliche Punchline: Musik zuerst! Christiane ist eine Besessene in Sachen Sound. Und klare Botschafterin ihrer Liebe zur Rockmusik. Dafür nimmt sie alles in Kauf: Weite Anreisen, wenig Schlaf, viel Stress. Ich will nicht wissen, wie viele Kilometer sie dafür schon gerissen hat mit Auto, Bus, Zug oder Flugzeug. Wie viele Stunden (vergebliche) Warterei sie hinter sich gebracht hat oder schlechte Dinge ihr dabei (beinahe) passiert sind. Fakt ist – Sie lebt das mit jeder Faser und der entscheidende Punkt an der ganzen Sache: Ich glaube, sie würde viele Dinge wieder so tun. Wer Christiane mal auf einer Party an den Decks erlebt hat, wird das sofort verstehen. Diese Energie muss eben auch raus – und der Anlass könnte ja nicht schöner sein, als die Emotionen mit Menschen zu teilen. Was für ein Privileg, Menschen mit Musik glücklich zu machen und sie zum Tanzen zu bringen. Christiane hat auch mich mit ihrer Liebe zum Rock infiziert. Gut – ich bin ja auch vorbelastet in Sachen Musikliebe, auch wenn sich die bei mir in anderen Genres deutlich mehr widerspiegelt. Und auch Rock war ja ein großes Thema in vergangenen Zeiten, was sich auch in der ein oder anderen Schallplatte mit Gitarrenmusik in meiner Sammlung zeigt. Aber Christiane hat das Spektrum wieder erweitert – oder vielleicht sogar bereichert. Ich schätze sie sehr als Freundin, der Austausch über die Musik hinaus mit ihr ist mir sehr wichtig. Wir teilen die Leidenschaft für viele Dinge: Natürlich Musik, natürlich das Auflegen – aber auch die Liebe zu gutem Essen und zum Radio. Das Interesse an Menschen und spannenden Geschichten. Auch wenn wir uns schon öfter gesehen haben als das momentan der Fall ist – es ist wie immer, wenn wir uns dann treffen. Ich glaube, seit dem vorletzten Wochenende kann ich aber behaupten, dass das mit vielen Dingern so geht. Und immer gehen wird. Ich habe so ein Glück, ohne Scheiß.

Danke, ihr tollen Menschen.


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