du&musik Studiocast #033

Yooooih! Schnapszahl…

Wer also einen braucht – Legimitation ist hiermit erteilt 😀
Der Drang sich Dinge schönzutrinken ist verinnerlicht, quasi schon automatisiert bei manchen Mitmenschen. Ich schrecke da immer mehr davor zurück – auch wenn es in manchen Fällen echt einfacher wäre. Wir wollen hier auch ein wenig Aufklärungsarbeit leisten – das sensible Wesen des DJs ein wenig am Erlebten zu erklären und Reaktionen auf Input verständlichr zu machen. Fälschlicherweise, oder unglücklicherweise wird so etwas dann gerne mal als arrogant oder ungehobelt verstanden. Auch dahin sei gesagt: Wir agieren häfig als Spiegel unserer Umwelt… das mag affig klingen, trifft es aber ziemlich genau. Ein Beispiel, frisch persönlich erlebt: Auf einer Party kommt gegen 23 Uhr ein Mädel, steht plötzlich neben mit hinter dem DJ-Pult.
Sie: „Ey, meine Freundin wird heute 21 – wir wollen anstoßen… spiel mal Happy Birthday!“
Ich: „Cool – dann gratulier ihr recht herzlich. Alleridngs werd‘ ich jetzt kein Happy Birthday spielen.“
Sie (verdutzt): „Ja warum denn nicht???“
Ich: „Naja, es ist 23 Uhr – das macht wenn dann um 0 Uhr Sinn – und selbst da nur, wenn es nicht unterbricht…“
Sie: „Das ist nicht dein Ernst, oder?“
Ich (denke mir: Mist, jetzt hat sie mich ertappt – was hat mich nur wieder verraten, dass das nicht Ernst gemeint war?): „Naja, doch – sonst hätte ich es dir nicht so erklärt…“

Ende Akt I. Sie zieht grummelnd ab.

Anfang Akt II.
Sie steht mit Gläsern und Sekt vor mir und deutet an: Wir wollen anstoßen. Das wiederholt sich mehrmals innerhlab von 10 Minuten.
Ende Akt II.

Anfang Akt III
Sämtliche Veranstalter/Freunde/Lebensabschnittsgefährten tauchen – von der Dame forciert – der Reihe nach auf, um mir ausführlichst die Situation zu schildern. Erneut. Ich versuche, nicht den musikalischen Faden zu verlieren und gleichzeitig auch freundlich zu bleiben…
Aber das kostet Kraft. Einfaches Rechenbeispiel: Nehmen wir an, dass neben der Freundin der Dame noch zwei weitere Geburtstagskinder auf der Party sind. Im großzügisten Fall hängen an denen noch weitere 5 Personen dran. Soll heißen: 15 Personen haben einen etwaigen Grund, dass es sinnvol wäre, um 0 Uhr „Happy Birthday“ hören zu wollen… die restlichen, gut 300 Personen interessiert es nicht… abgesehen davon, dass der DJ sein Programm „unterbricht“.
Nebenbei bemerkt, als ich dann einen kurzen Happy Birthday-Loop in Ninetoes „Finder“ platziert habe (Sorry dafür, Özgür…) war von der ursprünglichen Initiatorin auf der Tanzfläche weit und breit nichts zu sehen. Trotzdem Herzlichen Glückwunsch an die Freundin!

Die Moral von der Geschicht‘: Das ist einer der Gründe, warum DJs immer etwas komisch (und mit zunehmender Zeit im Biz zunehmend komischer) auf so geartete Wünsche reagieren. Nicht aus Arroganz oder Klugscheißerei oder Ignoranz…

So – um der Weltverbesserei jetzt noch das Krönchen aufzusetzen: Neue Studiomixfolge vom Kollegen Sel-Act.
Herzlichst, der Basti Schwierz und die Jungs von du&musik.

du&musik Studiocast#032

So, das ist also dieser Sommer. Ich weiß ja auch nicht… Temperatur halbieren und verdoppeln von einem Tag auf den anderen… bedingt sexy.
Mein Kreislauf shuffelt sich gefühlt zu Technohead’s „I want to be a hippy“ einen ab. Der Kopf meldet: „Schraubzwinge an den Schläfen sitzt deutlich zu fest“, wo da doch keine ist. Im Umkehrschluß könnte man sich jeden Abend wild einen in die Rüstung schütten – hätte den gleichen Effekt am nächsten Morgen… nicht, dass man das auch schon versucht hätte. Also hab ich mir sagen lassen, ehrlich.

Wir sind hier bei du&musik ziemlich happy – es scheppert. Der Homie Sel-Act spielt in den kommenden Wochen unter anderem mit Kollektiv Turmstraße und AKA AKA feat. Thalstroem. Boioioioioiiiing!
Michi Morris und Bassti Schwierz sind auf zwei Open Airs vertreten – busy Sommer, so soll es sein! Die passenden Termine erzählen wir euch dann hier zeitnah in den Podcastfolgen und/oder über die Facebookseite. Und ihr kommt dann hin und wir überschütten uns mit ganz viel Liebe, ja? Als Glücksbärchis ist es uns natürlich immens wichtig, exakt diesen Zustand bei möglichst vielen Mneschen gleichzeitig zu erzeugen. Und es werden immer mehr, die das anscheinend auch mächtig freut. Wenn man die Zugriffe auf die wöchentlichen Soundfiles anschaut, auch woher die Leute kommen… du&musik gettin‘ international. Aber es klingt auf Englisch einfach nicht so tight… Naja, vielleicht die Anmoderationen ab demnächst zumindest als Global Player. 😀

Teilt unser Glück, infiziert mehr Menschen mit du&musik. In dem Fall sind die Sympthome ja Lächeln, gute Laune, Glückseligkeit und im schlimmsten Fall die innere Mitte und Euphorie. Kann man ganz gut verantowrten, oder?
Heute übrigens das Machwerk von Michi Morris – biddeschön!

Herzlichst, Basti Schwierz und die Jungs von du&musik.

du&musik Podcast #031

Kleiner Break beim Sommer – zumindest hier. Auf Ibiza geht es hoch her seit Anfang des Monats und Heureka… selig sind die, die es zu den Openings schaffen. Den kurz aufkommenden Neid schlucken wir mit einem gönnerhaften Lächeln wieder runter. Wir sind ja alle Positivmenschen und gönnen es den Buddies. Und auch denen, die die fetten Sachen spielen – World Club Dome in FFM zum Beispiel. Mächtiger Aufwand und ich hab von einigen Bilder gesehen… die Jungs schlafen vermutlich die nächsten Wochen im Stehen bei dem Endorphinschub. Zwei Dinge, die ich allerdings doch kritisch dabei hinterfragen muss.
1. Was für eine unsägliche RTL II-Übertragung war das denn? Hätten sie doch mal bei Frau Ulmens ehemaligem Arbeitgeber VIVA nachgeschaut, wie man sowas richtig überträgt. Stichwort Mayday-Übertragung… damals gings doch auch. War dann die Entscheidungsehr leicht gemacht, sich bei einsplus die Rock am Ring-Liveshow anzuzschauen und dieses unfassbare Konzert der Foo Fighters zu verschlingen. Sex mit Saiten und Drums… Alleroberste Gangbang-Liga, mit über 90.000 Menschen. Brutal.
2. Warum muss David Guetta verdammt nochmal so ne Chris Brown-Nummer als Opener spielen… ich hatte mehrfach versucht, dabei zu bleiben und hab mich da wieder getraut, reinzuzappen, als der Superstar-Waalkes gerade begonnen hat. Das wirft uns wieder Jahre zurück in der musikalischen Früherziehung… wenn man Leuten im Club dann begreiflich machen muss, dass das keine Housemusic ist – auch wenn es der Onkel Guetta spielt.

Ansonsten bitteschön positive Vibes, gä?
Mein Beitragsversuch läuft ab jetzt hoffentlich in eurem Player hoch und runter. Podcast #031 unter anderem mit einem mächtigen Stomper vom Buddy Stephan Hinz hintenraus. Aber vorher kuschelt’s ordentlich… gehört sich ja so 😉

Herzlichst, der Basti und die Jungs von du&musik.

du&musik unterwegs… @Groovebox Metropol, Friedrichshafen (16.5.15) Teil III

Vor so richtigen Paukenschlägen ist keiner gewarnt. Da hab ich noch groß philosophiert letzte Woche an selbiger Stelle, dass der heilige Sepp sich in seine nächste Amtszeit als FIFA-Präsi reinmogelt – ähnlich gekonnt wie der HSV in die erste Liga. Soweit hatte ich ja grundsätzlich mal richtig gelegen. Konnte ja keiner ahnen, dass der Gute nach nicht mal ner halben Woche nen polnischen macht.
Vielleicht hat er nen besseren Job bekommen – ich seh‘ schon die BILD-Schlagzeile morgen: „Blatter löst Papst ab“. Es wäre der einzig noch coolere Posten für Blatter. Oder er überspringt gleich das Bodenpersonal… ach nee, da war ja was. Diese hässlichen Gerüchte über den Oberschmuddler beim verfilzten Mafifa-Clan.
Naja, jetzt isses durch. Mein Tipp: Er macht ne WG mit Silvio Berlusconi auf – oder wie es der Kollege Michi Morris sagen würde: Blackjack und Nutten.

Die wichtigen Fragen werden eh an anderer Stelle geklärt: Wie zum Teufel konnte der Dortmunder Block beim Pokal-Finale so immens viele Nebelkerzen ins Stadion bringen und eine derartige Nebelwand erzeugen, dass die komplette Nordseeküste vor Neid erblasst ist?
Oder wie bekomme ich diese stylischen, optisch unfassber ansprechenden „du&musik“-Uffbebbr?
Die allerwichtigste Frage kam von einem Handballkollegen an den Kellner im Steakhouse auf Malle. Zur Vorspeise hatte der uns Gambas in Knoblauch empfohlen… berechtigte wie gleichermaßen völlig schlüssige Frage: „Hasch du die g’macht???“ Knutschen war danach sowas von durch. Aber lecker waren sie. 😀

Mindestens genauso intensiv – aber auf ne andere Art – war die Caserne Club Nacht. Wir schulden euch noch den dritten und letzten Teil, der hiermit verabreicht wird. Nächste Party da ist am 11.7. Kommet zuhauf!

Herzlichst, Basti und die Jungs von du&musik.