du&musik unterwegs… @Groovebox Metropol, Friedrichshafen (16.5.15) Teil II

Also gut, dann mal los. Die Sekte hat ihren heiligen (Jo)Sepp erneut als geistigen und moralischen Führer bestätigt… also das gilt als so gut wie sicher. Und das trotz wildem Durchsuchungsskandal und Festnahmen.
Ich rede natürlich von der FIFA (Geilo, erst ein Satz und schon zwei Wortspiele… heute läuft 😀 ). Gibt es schon irgendwelche Vermisstenanzeigen? Luis Figo ist ja dem sicheren Fischfutterdasein mit Betonsockel gerade nochmal so von der Schippe gesprungen… mit seinem Verzicht auf den Job. Stichwort: Kann es sein – oder ist es nur Zufall und der subjektive Eindruck – dass alle im Moment sehr unzufrieden sind und ihre Jobs kündigen oder gekündigt werden? Quo vadis, Germania? Ständig höre ich aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, dass es „soweit ist“. Obendrauf die Streiks – da stimmt doch was ganz und gar nicht, mal ehrlich. Ich bin gespannt, wann die Konzerne es endlich spannen, dass es eben nicht nur um Wirtschaftlichkeit geht. Sicher, zu nem gewissen, nicht unwesentlichen Teil macht der vernünftige Umgang mit Zeit und Material schon Sinn. Nur darf nicht immer der Mensch drunter leiden… es ist doch eigentlich die naheliegendste Rechnung – wieso kann die nur immer keiner lösen?
Ist noch nicht mal ein Dreisatz, here we go: Motivierte und zufriedene Mitarbeiter sind die besseren Arbeitskräfte… Aussagekräftige Gegenbeispiele gefällig, wo das nicht so war? Nehmen wir die Ägypter mit ihren jüdischen „Leiharbeitern“ oder n paar Monate später bei diesem Babel-Turm. Wie? Was? Olle Kamellen? Was aktuelleres? Kein Problem, wie wäre der Flughafen in Berlin? Aktuell genug? Na eben. Also, klare Anweisung: Pflegt eure Arbeitskräfte, sonst haben wir demnächst nicht nur Fachkräftemangel, sondern generell „Kräftemangel“.

Hä? Positive Beispiele fehlen noch? Jetzt wird’s aber kleinlich… 😀
Also gut, ihr wolltet es so. Da nehmen wir den größten Rave zur Hand, den Stuttgart je erlebt hat und der jetzt ansteht. Nächste Woche startet der Evangelische Kirchentag – bis zu 250 000 Menschen stehen dann zwischen Gerber und Milaneo, wird also kuschelig, auch wenn es sich über n paar Tage verteilt. Schon lustig, dass es damals unter gar keinen Umständen eine „LoveParade“ in Stuggi geben konnte, weil viel zu eng und so… inzwischen sieht man das wohl unter selbigem Attribut anders. Aber wir wollten ja positiv, ne? Also das passt schon. Die ganzen Helfer, die sich da vogelwild austoben und in die Erleuchtung übergehen bis kurz vor der spontanen Selbstentzündung… schon gut. Chapeau – das sind motivierte Mitarbeiter. Und die bekommen noch nicht mal Kohle dafür. Verstehste, Cheffe? Man kann von der Kirche halten, was man will – aber die haben den Dreh raus, was Motivation angeht.

Genug weltliche und geistliche Verwirrung… freuen wir uns auf das Wochenende, is ja nich mehr lang hin. Hier also der zweite Teil aus der Groovebox mit Michi und mir. Fortsetzung is schon gebucht, am 11.7. inklusive „Oben ohne“ – für die Namensgebung feier ich Adrian und Feriz doch sehr. Marketingtechnisch ein feiner Eyecatcher. 😉

Reingehauen. Herzlichst, der Basti und die Jungs von du&musik.

du&musik unterwegs… @Groovebox Metropol, Friedrichshafen (16.5.15) Teil I

Die Erde steht still. Zumindest, wenn man die öffentliche Lage so betrachtet. Es geht nach dem „Täglich-grüßt-das-Murmeltier“-Prinzip: Ein Bahnstreik hier, einer da… dann noch der öffentliche Dienst in den Kitas und in der Pflege. Ach ja – und der Frühsommer hat sich auch gleich noch angeschlossen. Viel grau, viel schlechte Laune, so gefühlt. Ich denke mir oft: Boah – einfach liegenbleiben, grau kannste auch unter der Bettdecke haben und du sparst dir den restlichen Nerv. Aber dann komm ich meinen Pflichten als Weltverbesserer ja nicht nach. Also: Superhelden-Cape an und losreiten. Zumindest Quatsch machen und Leute zum Lachen bringen. Gott sei Dank klappt das dann auch meistens, wobei die Konkurrenz natürlich echt groß ist. Allen voran RTL, die mit ihrem Premiumformat auch gerne mal Straffällige zum Sieger küren. Ich frag mich ja immer, wie sowas Zustande kommt: Liegen da in der Redaktion vielleicht zwei Listen – die eine eben die Castingliste mit den Sangesvirtuosen und die andere vielleicht vom Amtsgericht Köln mit den Strafsachen für die kommende Woche, die ein zerstreuter Nachrichtenredakteur da zufällig liegenlassen hat… und ein mindestens genauso fusselbirniger Casting-Redakteur greift sich halt eine von beiden und dann geht der Zirkus halt los… als hipper Blogger liegt einem da das „True Story“ schon verdammt häufig auf der Zunge bzw. beim Tippen auf den Fingerspitzen. Wäre eine plausible Erklärung für so einige Konzepte, ist aber eben auch nicht in komplett für alle anwendbar. Vor allem will ich dann nicht wissen, was für ne Liste da bei GNTM gelegen haben könnte. Oder mein Hassobjekt überhaupt gerade: Die Würstchen-Wender-Werbung mit Atze Schröder. Bitte nicht falsch verstehen, mein Groll richtet sich nicht gegen Atze oder das Produkt, beides gesondert hat mir schon oftmals heitere Momente beschert. Aber wer zum Teufel hat den „Wir Männer lieben es, wenn unser Würstchen mal so richtig in die Zange genommern wird“ – Spruch durchgewunken??? Liebe Marketingabteilung, vermutlich hat das mit der zu wörtlich gelebten Coroporate-Identity bei euch zu tun und ihr habt euch mit ganz schön komischen Sachen eure Synapsen ein wenig zu arg weggebruzzelt. Oder seitdem nen neuen Job. Ganz arge Nummer und es ergeht hiermit eine offizielle Rüge des Wortspiel- und Flachwitzredationsrates mit der dringenden Bitte: Auch ein Flachwitz hat seinen Stolz, den ihr – um im Würstchenbild zu bleiben – mal solide bepuschert habt.

Auf jeden Fall ein fettes Merci an alle, die am Samstag in der Groovebox im Metro mit uns gefeiert haben. Gefühlt der vollste Floor, superfeine Leute am Mitwippen – tolle Bar, die offensichtlich auch Spaß hatte – die beste Kombination, die auch uns natürlich seeeehr glücklich gemacht hat. Insgesamt sind 7,5 Stunden Mitschnitt entstanden, den werden wir in drei Teilen ab heute hier zugänglich machen. Die nächste Caserne Club Nacht ist übrigens auch schon angedacht: Am 11. Juli gibt es eine Fortsetzung, inklusive „Oben ohne Sause“
… Bevor jetzt alle komplett durchdrehen und über Fettabsaugungen oder Brustvergrößerungen nachdenken, hier mal Klartext: Im Innenhof der Caserne geht es mit allen möglichen Sachen los, bevor dann gegen später die Clubs aufgemacht werden. Find‘ es mächtig geil – und natürlich nicht nur soundtechnisch unterstützenswert. Also schön im Kalenderchen anmarkern und vor allem allen weitersagen. Wird groß!

Herzlichst, Basti und die Jungs von du&musik.

du&musik Podcast #030

Liebe Freunde, Gönner und Ex-Groupies.

Es geht wildestens voran. Da ist plötzlich Mitte Mai – gefühlt war doch gestern noch Januar, oder? Da gehen die Temperautren nach oben und der geneigte Mitteleuropäer zihet sich wie auf Kommando aus. Lustige knallweiße Beine schauen aus kurzen Hosen und leuchten dabei ähnlich hell wie die Pfosten an der Bundesstraße. Und dann sich wundern, wenn die Wade plötzlich im schönsten Erdbeerrot glüht und Hölle weh tut – bloß weil man mal eben zwei Stunden pennenderweise auf dem Rücken unterm Schirm im Garten gelegen hat… und das eine Bein bis zur Kniekehle unter selbigem vorgeschaut hat. Hat ja aber auch was Positives, die Sonne. Die Gemütslage ist deutlich erhabener. Nicht jede Kleinigkeit wird automatisch ein Hassmoment. Taugt schon auch. 😀
Vor allem, wenn man dann mal völlig unvermittelt auf ne Hip-Hop Party stolpert… mit extrem vielen Schmuckmuddis. In der Häufung schon lang nicht mehr gehabt. Und alle waren am Kucken, aber hergetraut hat sich dann doch keine. Ich hab das dann mal auf meine ausladende, sexuelle Präsenz geschoben – die ist aber auch sowas von einschüchternd. Kann man schon verstehen. Auch lustig, dass die Warm-Up Jungs mal massiv besser waren, als die eigentlichen Mainacts. Nicht nur in der Trackauswahl, sondern einfach auch in der Präsenz und der „Crowd-Connection“. Aber ich versteh ja auch nix von Hip-Hop, Alda. Und wie das mit der Präsenz so läuft – siehe oben 😉

Stichwort vorangehen: Ab dieser Woche gibt’s du&musik – Sticker, oder „Uffbebbr“, wie es der Opa vielleicht sagen würde. Zum Verewigen und der Welt mitzuteilen, dass ihr das hier, was wir so veranstalten, in irgendeiner Form für teilbar haltet. Quasi analoges Liken oder Teilen. Wenn alles rechtzeitig fertig wird, gibt es am Samstag die ersten zum Mitnehmen auf der Caserne Club Nacht in Friedrichshafen. Michi Morris und ich (der Basti) spielen in der Groovebox im Metropol den gewohnten du&musik Sound. Wird natürlich wieder mitgeschnitten und in den kommenden Wochen hier verbreitet – was jetzt aber nicht heißen soll, dass ihr da nicht auch sehr gerne persönlich vorbeikommen dürft. Eigentlich müsst.

Für ein paar flauschige Wartemomente sorgt der Herr Morris mit dem Studiomix #030. Funky Teil, klingt extrem fein und spätestens bei der London Grammar Nummer werdet ihr euch dabei ertappen, dass es diesen unweigerlichen Zwang geben wird, einfach die Hände nach oben Richtung Himmel zu strecken. Zu Hause ist das kein Problem – aber mach das mal in der S-Bahn oder beim Autofahren… also uffbasse 😀

Herzlichst, die Jungs von du&musik.

du&musik unterwegs… @Carlos, Albstadt (24.04.15) Teil II

Tja, die Toleranzgrenze sinkt. Generell wie auch beim DJ selber. Der Reihe nach – Bahnstreik bis Sonntag… wie heißt es in einem Post in diesen Tagen? Wenn jetzt noch die Piloten und die Nutten dazukommen, gibt’s bald gar keinen Verkehr mehr in Deutschland. Ein großes Wort gelassen ausgesprochen. Oder niedergeschrieben. Nächste Woche werden die Kitas bestreikt. Spätestens dann is sowieso nix mehr mit Fortpflanzung in den heimischen vier Wänden. Entweder, weil der Balg einen nicht ungestört lässt – oder weil manchen Eltern schlagartig vor Augen geführt wird, dass eine Shania-Brooklyn eigentlich voll und ganz ausreicht. Wird wieder toll, wenn die demografische Balance jäh unterbrochen wird… aber gut, muss man durch.
Der DJ an sich kämpft mit komischen Gebärden einiger Kollegen, die „fame“ sind. Nicht falsch verstehen, der DJ ist kein grundsätzlicher Hater oder missgönnt Erfolg. Schließlich geht’s bei du&musik schon immer und ausschließlich um eine gute Zeit, feiern mit Freunden und solchen, die es gerne werden wollen. Und es geht um guter Musik und den Respekt für den Kollegen, der seinen Job gut macht. Paris-Hiltonesques Verhalten kommt da nur semicool in dem Zusammenhang. Keinen Kontakt zum vorangegangenen Act, einen „Stagemanager“ der dem DJ dann ein „Alter – keine bekannten Sachen und ich hab gesagt Hip-Hop vorher“ zuzischelt… “ und das auf einem elektronischen Abend schlägt der Sache dann doch ziemlich wild den Boden aus. Dann noch lieblos ein paar Sonnenbrillen und angetrunkene Wasserflaschen in die Menge feuern und nach der Show lieblos drei Striche auf Autogrammkarten kritzeln… nun gut ja. Wo Nachfrage ist, nimmt man solche Angebote gerne an. Vermutlich. Und hoffentlich kommt man nie in die Situation, sich dafür entscheiden zu müssen und sich gegenüber allem so respektlos verhalten zu müssen.
Wenn es nicht vor den eigenen Augen passiert wäre, man müsste auf eine rein erfundene Geschichte schließen. Wohl dem, der das so sehen kann. 😉

Die gelebte Gegenseite – und darüber sind wir froh und zu gleichermaßen stolz – dürfen wir regelmässig mit euch erleben. Danke dafür! So auch im Carlos in Albstadt. Hier Teil II von Sel-Act, Mulle und Basti Schwierz.

Herzlichst, die Jungs von du&musik.